Der Flug


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Der Flug ist in vier Phasen eingeteilt:

Übergangsphase

Sie beginnt unmittelbar nach dem Absprung und leitet über 10 bis 15 Meter die Einnahme der optimalen Flugposition ein. Der Springer schießt fast horizontal nach vorne und versucht, so schnell wie möglich "über den Ski zu kommen", das heißt in Vorlage zu gehen, um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten. Dafür muss sich der Springer nach vorne drehen, als wolle er zu einem flachen Kopfsprung ansetzen. Das Ziel: die horizontale Geschwindigkeit so hoch wie möglich halten, ohne nach unten abzusacken. Er muss außerdem die Beine abspreizen und die Fußspitzen nach außen drehen, um die V-Position einzunehmen

Flugphase 1

Diese ersten vierzig bis fünfzig Meter werden auch "Blindflug" genannt. Die Ski sind in die V-Position gestellt worden, und die Springer hoffen, dass saie etwas auffängt, sie trägt - das Etwas ist der Aufwind. Er weht vom Hang nach oben. Die Springer benötigen diesen Wind genauso wie Flugzeuge beim Start. Im Idealfall springen sie in dieser Phase auf ein Luftpolster, die Ski liegen gespreizt seitlich vom Körper, der flach dazwischen liegt. In dieser Phase ist Selbstvertrauen und Mut wichtig. In der Luft muss versucht werden, die Geschwindigkeit zu halten. Das geht nur durch extreme Vorlage.

Flugphase 2

Diese Phase ist der Genuss eines jeden Zuschauers. Der Springer scheint befreit von der Schwerkraft zu fliegen, aerodynamisch, ästhetisch und anmutig - harte Arbeit für den Athleten. Er muss die Balance zwischen Auftrieb und Wiederstand halten. Der Körper liegt jetzt fast gestreckt und horizontal in der Luft. Mit den Händen werden Feinkorrekturen ausgeführt.

Landephase

Die zweite Flugphase versucht der Springer so lange wie möglich auszudehnen. Liegt er noch immer auf dem Luftpolster, kann er an den Hang geschmiegt ins Tal segeln.
Das Ausrichten des Körpers soll so schnell wie möglich durchgeführt werden. Dabei wird auch die V-Stellung der Ski zugunsten der Parallel-Stellung aufgegeben und die Arme werden abgespreizt, wie bei einem Flugzeug, das seine Landeklappen ausfährt. Während des Aufrichtens wird zur Vorbereitung der Telemarklandung ein Bein nach vorne geschoben. Wichtig ist, dass der Springer während dieser Phase stabil bleibt und nicht durch die Luft schwankt, damit die Ski bei der Landung nicht verkanten.


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