| Schanze | Anlage für Skispringen; mit Schanzenturm, Anlaufbahn, Schanzentisch und Aufsprungbahn |
| Schanzenanlage | bezeichnet die Gesamtheit aller für das Skispringen benötigten Gebäude und Freiflächen. |
| Schanzenchef | Ist für die Vorbereitung und Präparierung der Schanze verantwortlich |
| Schanzengröße | Bis 2004 wurde die Schanzen nach ihrer K-Punkt-Weite in folgende Kategorien eingeteilt:
Kleine Schanze: 20 - 45 m mittlere Schanze: 46 - 74 m Normalschanze: 75 - 99 m Großschanze: 100 - 120 m Flugschanze: 145 - 185 m
Jetzt wird die Schanzengröße als "Hillsize" angegeben. Dies entspricht in etwa der Juryweite |
| Schanzenprofil | Die Anforderungen an eine Schanze sind durch die IWO, die Internationale Skiwettkampfordnung, festgelegt. Dennoch gibt es einen Spielraum innerhalb der vorgegebenen Maße, der dafür sorgt, dass jede Schanze ihre eigene Charakteristik hat. Hierbei spricht man vom Schanzenprofil. |
| Schanzenrekord | Bezeichnung für die größte Weite, die je auf der jeweiligen Schanze in einem Wettbewerb gestanden wurde. |
| Schanzentisch | | Teil des Anlaufs (der Abfahrtsstrecke einer Schanze), folgt auf die Anlaufbahn. Hier springt der Skispringer ab. Am Schanzentisch entscheidet sich, ob ein Sprung eine große Weite bringt oder nicht. |  |
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| Schanzenturm | Der Schanzenturm ist das Erkennungszeichen einer Schanze. Heute haben zumindest die Weltcupschanzen Aufzüge, die die Springer auf die Plattform des Turms bringen. Früher mussten sie die Treppe hinaufsteigen. |
| Schanzenzertifikat | Siehe Homologation |
| Schieben | "es schiebt"; "es schiebt auf den Tisch zu"
Plötzliche schlagartige Verlangsamung der Fahrt während des Anlaufs oder der Ausfahrt, verursacht durch ungünstige Schneeverhältnisse.Dies ist z.B. der Fall, wenn bei Tauwetter oder Regen in der Spur ein Wasserfilm im Bereich des Schanzentisches auftritt, der durch die Adhäsionskraft den Springer bremst. Dieser Bremseffekt wirkt sich störend auf den Absprungvorgang aus, die Sturzgefahr ist erhöht |
| Schneezement | Schneezement besteht aus stickstoffhaltigem Kunstdünger. Durch diesen wird die Feuchtigkeit im Schnee gebunden und somit die bremsende Wirkung nassen Schnees verringert. |
| Schuhe | siehe Sprungschuhe |
| Seitenbänder | Entlang des Aufsprunghanges werden verschiedenfarbige Orientierungsbänder an den Seiten angebracht, mit deren Hilfe die Zuschauer die Weite besser einschätzen können. |
| Segeleffekt | Je dicker und luftundurchlässiger der Stoff eines Sprunganzugs ist umso mehr kann sich ein Luftpolster unter dem Springer bilden, auf dem dieser die Schanze hinunter "segelt". Die FIS hat aus diesem Grund eine Vorschrift heraus gegeben, dass das Anzugmaterial eine bestimmte Menge an Luft durchlassen muss. Auch speziell beschichtete Anzüge sind nicht mehr gestattet. |
| Sekretär | ist einer der Funktionäre während eines Skisprung-Wettkampfes. Er regelt die Vorbereitung und Bereitstellung der Formulare und die Verteilung der Ergebnislisten, Sitzungsprotokolle etc. |
| Servicemann | ist zuständig für die Pflege und das Wachsen der Ski. Leider können sich meist nur die "größeren" Skisprungnationen einen eigenen Servicemann leisten. |
| SGP | Abkürzung für Sommer-Grand-Prix |
| Sicherheit | Die Sicherheit der Springer wird durch mehrere Faktoren negativ beeinflusst:
widrige äußere Bedingungen (z.B. zu starker oder wechselnder Wind, starker Nebel) unsachgemäße Präparierung der Schanze (z.B. Gegenstände in der Spur, Spur nicht geradlinig, zu wenig Reisig im Aufsprungbereich) >fehlerhaftes Material (z.B. angebrochene Ski, beschädigtes Begrenzungsband) >Fehlentscheidungen der Jury (z.B. zu langer Anlauf) >Fehlverhalten des Athleten (z.B. Sicherungsband nicht korrekt befestigt, mangelnde körperliche Fitness) >Fehlverhalten anderer (z.B. Überqueren des Auslaufs, während ein Athlet seinen Sprung absolviert)
Das Reglement der FIS enthält Bestimmungen, die die Sicherheit der Athleten erhöhen sollen (z.B. Begrenzung der Länge des Vorderskis, Helmpflicht).
Während der Durchführung eines Wettkampfes gehört es zu den Aufgaben der Jury, Entscheidungen zu treffen, die das Sicherheitsrisiko so weit wie möglich verringern, z.B. durch die Wahl einer geeigneten Anlauflänge. Letztendlich liegt beim Springer selbst die Verantwortung, auf seine Sicherheit zu achten |
| Siegerehrung | An der Siegerehrung nehmen die sechs besten Springer teil. Sie findet meist direkt nach dem Wettkampf statt. Athleten, die der Preisverteilung unentschuldigt fernbleiben, verlieren den Anspruch auf ihren Preis inklusive Preisgeld. In Ausnahmefällen können sie sich durch andere Mannschaftsangehörige vertreten lassen. Diese dürfen aber nicht einen dem richtigen Preisgewinner zugewiesenen Platz auf dem Podium einnehmen. Beim Saisonfinale werden außer den Tagessiegern noch die Gewinner der Gesamtweltcups geehrt. |
| Siegerpräsentation | Erfolgt die Siegerehrung aus organisatorischen Gründen nicht direkt nach dem Wettkampf, darf der Veranstalter im Anschluß an das Springen eine Siegerpräsentation ("Flower ceremony") durchführen, um der Presse die Möglichkeit zu geben, Siegerfotos zu machen. |
| Simi°Motion | SIMI°Motion wurde für die professionelle zwei- und dreidimensionale Bewegungsanalyse im Bereichen Sport entwickelt.Mit der Software ist es möglich, eine Bewegung über eine beliebig lange Sequenz zu erfassen, um anschließend die erfassten Daten zu visualisieren und zu bearbeiten.Das heißt, der komplette Ablauf einer Bewegung kann mit SIMI°Motion umfassend analysiert und präsentiert werden.
weitere Informationen |
| Simulation | siehe Imitationssprung |
Skandinavien- Tour | siehe Nordic Tournament |
| Ski | siehe Sprungski |
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| Skibreite | siehe Taillierung |
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| Skiclub | Jeder Skispringer muss einem Skiclub angehören. Ohne Zugehörigkeit zu einem Skiclub ist in der Regel an keiner Schanze ein Sprung möglich |
| Skifliegen | Skifliegen wird auf sogenannten Flugschanzen ausgetragene. Es können hierbei aufgrund der längeren Anlaufbahn wesentlich größere Weiten gesprungen werden. Skiflugwettbewerbe finden nur zwei- bis dreimal im Jahr statt. |
| Skiflugschanze | Schanze deren K-Punkt zwischen 145 m und 185 m liegt.Weltweit gibt es nur 6 Skiflugschanzen: Oberstdorf (Deutschland), Bad Mitterndorf (Österreich), Planica (Slovenien), Vikersund (Norwegen), Harrachov (Tschechien), Iron Wood (USA) |
| Skiflug-WM | In den geraden Jahren findet eine Skiflug-WM statt. Hier wird in vier Durchgängen der Weltmeister ermittelt.Im ersten Durchgang springen die besten 50 der Qualifikation. In den weiteren drei Durchgängen nurnoch die besten 30. Lassen die äußeren Bedingungen keine vier Durchgänge zu, so kann der Weltmeister auch in weniger Durchgängen gekürt werden. |
| Skilänge | Bis zur Saison 03/04 waren bei den Ski eine maximale Länge von 146% der Körpergröße erlaubt. Ab der Saison 04/05 gilt eine neue Regelung. Die maximal Länge bleibt weiterhin 146% allerdings nur bei einer entsprechenden Relation von Körpergröße und Gewicht. Liegt das Gewicht unter dem angegebenen Wert muss der Ski gekürzt werden oder es droht eine Disqualifikation wegen zu langer Ski
Masstabelle für Skilängen |
| Skispitzen | Die Skispritzen der Sprungski sind eigentlich nicht spitz sondern eher rechteckig. Sie sind nur zugespitzt in dem auf beiden Seiten 3 cm entfernt wurden. |
| Skispringen | Wird auch als Sprunglauf bezeichnet. Skispringen ist eine Disziplin des nordischen Skilaufs, welche von Sprungschanzen aus durchgeführt wird. |
| Skiverband | Alle Skiclubs einer Landes sind in einem Skiverband organisiert. Alle Nationalen Skiverbände sind wiederum im Internahtionalen Skiverband (FIS) zusammengefasst |
| Skiverein | siehe Skiclub |
| Sommer-Grand-Prix | Skispringen ist heute nicht nur mehr ein Wintersport, sondern hat sich immer mehr zu einem Ganzjahresevent entwickelt. Nach dem der Umbau auf Mattenschanzen evolutioniert wurde und immer mehr Athleten den Sommer zum trainieren nutzten, kam die FIS auf die Idee einen Sommer-Grand-Prix durchzuführen. Der erste fand im Sommer 1994 statt und seither wird dieser jährlich durchgeführt und hat sogar wie im Winter eine Gesamtwertung. |
| Sommerspringen | Um auch im Skispringen ein ganzjähriges Training möglich zu machen werden auch im Sommer Springen durchgeführt. Die Sommerspringen werden auch vielfach zum testen von neuem Material genutzt. |
| Sperre | Springer können für einen gesamten Weltsup gesperrtt werden aus folgenden Gründen: -Sprung mit mangelhafter oder unvollständiger Ausrüstung - Training auf einer gesperrten Schanze - nicht Vorhandensein einer FIS-Lizenz - Missachtung der Werbevorschriften |
| Spezialbügeleisen | Zum "einbügeln" des Wachspräparates in den Ski wird ein Spezialbügeleisen benutzt. Im Nachwuchsbereich aber auch bei den Weltcupspringern werden dazu aber auch handelsübliche Bügeleisen benutzt. Diese unterscheiden sich von den Spezialbügeleisen nur in der dem Wachs angepassten Temperatur |
| Sprung | Ein Sprung besteht aus der Anfahrt, dem Flug, dem Aufsprung und der Ausfahrt. Viele verschiedene Faktoren können den Sprung beeinflussen. Ein Springer absolviert pro Saison bis zu 1000 Sprünge. |
| Sprunganzug | Siehe Anzug |
| Sprungkraft | Je höher die Sprungkraft des Springers ist, desto höher ist seine Flugbahn und desto weiter geht sein Sprung. Skispringer trainieren sehr viel für die Sprungkraft und können oft aus dem Stand höher als einen Meter springen. |
| Sprunglauf | andere Bezeichnung für Skispringen | |
| Sprungrichter | Sind jeweils fünf Personen aus verschiedenen Nationen, die bei einem Wettbewerb für jeden Springer eine Haltungsnote vergeben, die den Flugverlauf, die Haltung des Springers in der Luft und bei der Landung etc. bewertet. |
Sprungrichter- turm | | Turm für die Kampfrichter, die den Sprung bewerten. Jeder Sprungrichter hat eine eigene Kabine, damit er die Bewertungen der anderen Kampfrichter nicht einsehen kann. Der Sprungrichterturm befindet sich im Blickfeld auf den Aufsprungbereich. |  Der Sprungrichterturm in Innsbruck |
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| Sprungschanze | Siehe Schanze |
| Sprungschuhe | Im Allgemeinen ist der Schuh knöchelhoch und sollte fest, aber nicht starr sein. Wichtig ist die Felxibilität des Schuhes vor allem am Vorderfuss. |
| Sprungski | | Das Grundmaterial ist Holz. Der gesamte Ski besteht in der Regel aus acht Einzelkomponenten: Sohle, zwei Seitenleisten, Kunststoffspitze, vorderer und hinterer Holzteil, mittlerer Wabenteil und obere Kunststoffschicht. Der Ski hat bestimmte Maße zu erfüllen, so darf er zum Beispiel nie länger als 146% der Körpergröße des Springers sein. |  |
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| Sprungweite | siehe Weite |
| Spur | | Bei der Anlaufspur ist es sehr wichtig, dass diese keine Unebenheiten hat oder kein Schnee in der Spur liegt. Falls das der Fall sein sollte, müssen diese Hindernisse/Fehler sofort beseitigt werden, da es sonst zu einem Sturz oder unfairen Bedingungen kommen kann. ie Maße der Spur ist genau festegelegt. So darf der Abstand zwischen den beiden Spuren nur zwischen 30-33 cm betragen. Die Spurenbreite ist den Skiern angepasst und darf die Werte 13 bis 13,5 cm nicht unter-/überbieten. Sogar die Tiefe der Spur ist mit 2 cm festgelegt. |  |
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| Spurfräse | Eine Spurfräse ist ein Gerät zum Einfräsen einer parallelen, geradlinigen und glatten Anlaufspur, die der FIS-Norm entspricht |
| Startberechtigung | Bei den Weltcupspringen startberechtigt sind alle Springer die bereits WCS-Punkte oder GP-Punkte haben, außerdem Springer die bei Continental-Cup-Wettbewerben der vergangenen oder laufenden Saison mindestens 1 Punkt erreicht haben |
| Starter | Der Starter ist dafür verantwortlich, dass die Springer in der Reihenfolge der Startliste aus der festgelegten Luke starten und die vorgeschriebenen Startzeiten einhalten. Einen Regelverstoss hat er unverzüglich der Jury zu melden. |
| Startfreigabe | Siehe Freigabe |
| Startluke | Siehe Luke |
| Startreihenfolge | Im ersten Wertungsdurchgang dürfen nur die 50 Besten (die 15 Besten des aktuellen Weltcup-Standes plus die 35 Besten der Qualifikation) teilnehmen. Bei Mehrfachbelegung des 35. Ranges im Qualifikationsdurchgang erhöht sich die Teilnehmerzahl entsprechend.
Für den ersten Wertungsdurchgang werden vier Gruppen gebildet, die in der folgenden Reihenfolge starten:
1. nationale Gruppe des Veranstalterlandes 2. Springer ohne Weltcup-Punkte 3. Springer mit Weltcup-Punkten
Innerhalb der Gruppen ist die Startreihenfolge wie folgt:
1. Auslosen oder Setzen 2. Auslosen 3. umgekehrte Reihenfolge des aktuellen Weltcupstandes (der WC-Führende startet zuletzt)
Für den ersten Weltcup-Wettkampf der Saison ist der Weltcupstand der vorangegangenen Saison massgebend.
Im zweiten Wertungsdurchgang (Finaldurchgang) nehmen nur noch die 30 Bestplazierten des ersten Wertungsdurchganges teil (gibt es mehrere Springer auf Rang 30, sind diese alle startberechtigt). Die Startreihenfolge ergibt sich aus der umgekehrten Rangfolge der im ersten Wertungsdurchgang erzielten Gesamtnote (der Beste startet zuletzt).
Ein Springer, der im ersten Wertungsdurchgang 90% der Höchstweite des Durchganges erzielt hat, aber gestürzt ist, darf zusätzlich zu den 30 Bestplazierten am Finaldurchgang teilnehmen.
Bei der Vierschanzentournee wird im ersten Durchgang nach einem anderen Modus gestartet (siehe KO-Modus), im Finaldurchgang starten ebenfalls die besten 30 (Gewinner der Duelle+Lucky Looser) in umgekehrter Reihenfolge. |
| Startrichter | Bei Weltmeisterschaften, Skiflug-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen kommt zusätzlich zum Starter ein Startrichter zum Einsatz. Er hat zu überwachen, dass die Startprozedur korrekt eingehalten wird und Verstösse konsequent geahndet werden. Er muss absichern, dass sich keine unbefugten Personen im Startbereich aufhalten. |
| Stilnote | Andere Bezeichnugn für Haltungsnote |
| Stockerl | Andere Bezeichnung für das Siegerpotest. |
Strautmann Prof. Dr. Reinhard | einer der ersten Theoretiker, der in den 20er Jahren im Windkanal Test's durchführte |
| Sturz | Häuftigste Ursache für Stürze ist der Wind. Weiterhin können eine schlecht präparierte Spur oder Technikfehler zu Stürzen führen. |
| Sturzlinie | Linie rund 15 Meter hinter dem Radius genannten Übergang vom Hang in der Auslauf. Stürzt ein Springer vor dieser Linie, wird er mit Punktabzug bei der Haltungsnote bestraft. |