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Das Skifliegen hat Tradition in Oberstdorf. Bereits 1950 wurde die erste Skiflugschanze dort erbaut. Damals noch eine Holzkonstruktion wurde die Schanze am 02.02.1950 von Heini Klopfer (1918-1968) eingeweiht. Dabei erreichte er eine Weite von 90 Metern. Zum Gedenken an ihn trägt die Schanze bis heute seinen Namen.
Der heutige Anlaufturm wurde 1973 nach Plänen des Oberstdorfer Architekten Claus-Peter Horle erbaut. Mit einer Hillsize von 213 Metern und einem Schanzenrekord von 223 Metern ist sie zurzeit die zweitgrößte Skiflugschanze der Welt. Der Sprungturm wird aufgrund seiner frei herausragenden Spannbeton-Konstruktion von vielen auch als „schiefer Turm von Oberstdorf“ bezeichnet. Im Turm befinden sich Wärme- und Wachsräume, WC-Anlagen und ein Kioskbetrieb sowie ein Schrägaufzug für bis zu elf Personen mit Sprungskiern. Eine Plattform am Turm bietet Platz für einhundert Personen. Die Schanze gilt bis heute als architektonische Meisterleistung, da sie ausschließlich in Höhe des Absprungtisches mit Felsankern im Berg gehalten wird Daten der Heini-Klopfer-Skifluschanze: Baujahr: 1961 K-Punkt: 185 m Hillsize: HS 213 Zuschauenplätze: 40.000 Gesamthöhe: 207 m Turmhöhe: 72 m Anlauflänge: 139 m Länge des Aufsprunghangs: 260 m Höhe des Aufsprunghangs: 132 m Landegeschwindigkeit: ca. 130 Km/h Schanzenrekord: 223 m (Roar Ljoekelsoey (NOR), 2004) Oberstdorf war bereits 1973, 1981, 1988 und 1998 Austräger der Skiflugweltmeisterschaften. |